Es war einmal ein Pöbel. Es war kein besonderer Pöbel, nein, es war ein ganz normaler Pöbel. Sozusagen ein gemeiner Pöbel.
Dieser Pöbel hatte nichts zu tun. Und weil er nichts zu tun hatte, hatte er auch nichts Besseres zu tun. Nichts Besseres als einfach nur rumzupöbeln.
Und als einmal, an einem schönen Tag, sich viele Leute aufmachten, um sich auf den Weg zum Zoo zu machen, fiel dem Pöbel nichts ein, also auch nichts Besseres, als sich hinten dranzuhängen und mitzukommen.
Na prima, dachten die Leute, da sind wir ja gleich noch ein paar mehr, da werden sich die Tiere aber dolle freuen, wenn wir so zahlreich erscheinen. Und so zogen die Leute los, durch die ganze Stadt, und sie hatten gar lustige Kostüme dabei, sie spielten laut auf und ließen ihre Stimmen durch alle Straßen erschallen.
Der gemeine Pöbel fand das bald zu langweilig. Hatte er sich zuerst noch hinten an den Umzug angeschlossen, merkte er doch bald, dass das keinen Spaß machte. Und so nahm er sich ein kleines Steinchen, das am Wegesrand lag, und ließ es gar lustig durch Luft fliegen. Ach, was war das für ein herrlich Ding! Bald warf er Stein um Stein, immer größere mussten es sein. Nun kam auch Bewegung in die Leute, und so wurde es ein munteres Treiben, ein Jagen und Laufen, dass einem Hören und Sehen vergehen mochte. Ei, was war der Pöbel froh.
Und so ging der Pöbel am Abend zufrieden und erfüllt nach Hause, frohgemut ob der vollbrachten Arbeit. Was Besseres viel ihm natürlich nicht ein.
Es ist doch, ehrlich gesagt, zum Heulen.
Das war doch absehbar, nachdem die sich so dermaßen abgeschottet haben mit ihrem Zoo. Wenn die Zahl der Tierwärter bald höher ist als die Zahl der Besucher, dann provoziert das die radikalen Tierschützer… und die wollen natürlich gerne provoziert werden. Logo. Das hat nicht zuletzt mit dem erhöhten Testosteronspiegel im Jugendalter zu tun.
Was mich viel mehr beunruhigt als der “Pöbel”, das ist die geringe Zahl der Normalbürger auf der Demo. Die Veranstalter sind ja nicht umsonst enttäuscht. Ist es nicht eine Gefahr für die Demokratie, wenn nur noch die Radikalos aufmarschieren und Otto-Normalverbraucher zuhause bleibt, weil er sich eh kein Gehör zu verschaffen meint oder Angst vor den Ausschreitungen hat oder gar keinen Bezug zu der Veranstaltung hat? Wenn die Mitte zuhause bleibt und sich ins Schneckenhaus zurückzieht, dann gute Nacht.
Zur Demokratie gehört ebenso, die Wahl zu haben zu Hause zu bleiben. Ob das mit mangelndem politischen Interesse zu tun hat, wage ich zu bezweifeln. Die Stimme erheben kann ich auch auf anderem Wege, als vor einem Zaun. Vielleicht sogar effektiver.
Interessant finde ich jedoch, wie weltumspannend Globalisierungs”gegner” organisiert sind 8)
1. Kein falscher Gedanke.
Wir treffen uns ja auch gerade vor unseren Computern und nicht auf der Straße.
2. Auch kein falscher Gedanke! #:)
Wie viel man erreichen kann, ohne nach draußen gehen zu müssen…