Drei Dinge, die mich leicht verwirren

Manchmal gibt’s das ja: Man verfolgt ein Geschehen oder bekommt etwas in die Finger, das man nicht ganz versteht oder nachvollziehen kann. Ist nicht weiter schlimm, man kann und muss ja nicht alles verstehen. Es muss noch nicht mal wichtig sein. Aber manche Situationen oder Geschehnisse sind absurd, aberwitzig oder einfach unverständlich, so dass man noch länger daran denken muss.

Erwarten Sie nichts Großartiges. Aber ich mag solche Dinge. ______________________________________________________________

Drei Dinge, die mich leicht verwirren:

1.
Jack kommt mittags nach Hause, klingelt an der Tür. Ich öffne. Er streckt mir einen Briefumschlag entgegen. Hab ich gerade gefunden, sagt er. Der Umschlag ist zugeklebt, durch das Sichtfenster ist nichts zu sehen, man kann nichts ertasten. Etwas ramponiert ist er, ein Auto scheint seitlich über ihn gefahren zu sein. Rechts vorne drauf steht:
                                                 Straußenfarm
                                                           60,-
Was ist das?
Gibt es hier irgendwo eine Straußenfarm in der Nähe? Das Internet verneint.
Sind 60 Euro (?) als Spende gedacht?
Spendet man für Straußenfarmen? Wenn ja, warum?
Und warum ist der eindeutig ungeöffnete Umschlag leer?
Kapier ich nicht.

umschlag.jpg

2.
Albert geht, wenn er ein Telefon sieht, sei es ein Handy oder ein Standtelefon, darauf zu, nimmt es in die Hand und sagt: Ja? Vier Minuten. Und dann legt er es weg bzw. auf.
Immer so.

Warum?
Ein Geheimcode?
Dubiose Geschäfte mit zwielichtigen Firmen, deren Fäden bei Albert zusammenlaufen?
Eine Art Zeitansage?
Und woher hat er das? Sage ich dauern vier Minuten ins Telefon? Glaub ich nicht.
Und: Was passiert in vier Minuten? Bislang habe nach Ablauf der Zeit noch keine entscheidende Veränderung feststellen können. Vielleicht fehlt mir auch einfach der Blick dafür.

3.
Ich bestelle beim Metzger eine Kleinigkeit, es wird abgewogen, die obligatorische Darf es sonst noch etwas sein? - Frage beantworte ich mit nein, die Taste an der Kasse wird gedrückt, der Bon kommt heraus und wird mit in die Papiertüte gesteckt, die ich nun bekomme. Ich zahle, erhalte das Wechselgeld, stecke es ein, wende mich um, werfe einen Blick auf die Tüte – und sehe eine rasenmähendes Schwein in einem Sommergarten, unter dem ein Spruch steht, der da lautet:

                                            Endlich wieder SONNENSCH(W)EIN

Kapier ich den Witz irgendwie nicht?
Gibt’s da überhaupt einen?
Ist das Sonnenschwein eine saisonale Spezialität wie Federweißer oder Bockbier? Wäre mir neu.
Wer kommt auf die Idee, so etwas auf eine Metzgertüte zu machen?
Ist es wirklich nur ein Wortspiel? Warum schreibt man dann nicht auch Räuchersch(m)inken oder (K)leberwurst oder Hü(p)ftsteak oder etwas ähnlich (un)witziges?
Den Schritt vom dahergesagten Wortspiel zur tatsächlichen Zeichnung, dem Druck und der Auslieferung in die Geschäfte kann ich nicht verstehen.
Ist das jetzt witzig?

tute.jpg 

 

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Und weil ich solche Dinge mag, mach ich ein Stöckchen draus.
Achtung, ich werfe: Hierhin, dahin und dorthin.
Fangen Sie!
Nennen Sie drei Dinge, die Sie leicht verwirren!
Und werfen Sie doch gerne weiter.

12 Antworten zu “Drei Dinge, die mich leicht verwirren”


  1. 1 kerstin Juli 22, 2007 um 9:19

    Stöckchen gefunden. Vielen Dank. Ich halte Augen und Ohren offen auf der Suche nach Verwirrung.

  2. 2 Klabauter Juli 22, 2007 um 11:17

    Zu 3 fällt mir nur eine logische Erklärung ein: Der Züchter bzw. die Züchterfirma oder wie man so was nennt (früher Bauernhof), heißt irgendwas mit Sonne. Herr Sonne vom Sonnenhof. Da gibt es dann natürlich Sonnenschwein. Nicht wahr? Wenn der Kunde das allerdings nicht weiß, dann ists natürlich schlecht gelaufen mit die Werbung… ;-)

  3. 3 wortteufel Juli 23, 2007 um 7:51

    Gefangen. Warte nun auf verwirrende Begebenheiten.

  4. 4 Manu Juli 23, 2007 um 11:34

    Oha! Ein Stock! Und nur drei Dinge, die mich leicht verwirren in diesem Riesenwirrland??? Muss ich grübeln.

  5. 5 birte Juli 23, 2007 um 12:49

    Ha! Ich weiß, warum in dem Ummschlag nix drin war. Er wurde zweckentfremdet als Notizzettel, mach ich auch gelegentlich. Was es jedoch mit der Straußenfarm auf sich hat… eigenartig..

    Vielleicht war das hier gemeint:

    http://mitglied.lycos.de/Straussenzucht/

    Da gibt es Tageskücken ab 60 Euro!

  6. 6 yulius Juli 23, 2007 um 12:59

    Hej, guter Tip! Tagesküken, das klingt auch schon gut.
    Aber: Was macht man damit…? #:)

  7. 8 yulius Juli 23, 2007 um 1:27

    Klasse, klingt sehr gut.
    Vielleicht ist mein Straußenfarmzettel ja auh dabei…

  8. 9 Manu Juli 24, 2007 um 8:53

    Oder deine Einkaufszettelsammlung.


  1. 1 Verirrungen und Verwirrungen « Frau Antonmann Trackback zu Juli 23, 2007 um 10:26
  2. 2 3 Dinge, die mich (leicht) verwirren « Trackback zu Juli 23, 2007 um 2:02
  3. 3 MaNus Moskau Trackback zu Juli 24, 2007 um 5:02

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