Ein paar Männer laufen durchs Dorf und vermöbeln zwei Menschen. Sie kommen vor Gericht. Die Anwälte führen Alkohol als Entschuldigung an und fordern mildere Strafen.
Da komm ich nicht mit.
Jetzt kann schon Alkohol entschuldigen.
Ich hab bisher immer gedacht, wenn jemand sich etwas zuschulden kommen lassen würde, müsse er – um davon loszukommen – um Entschuldigung bitten. Und dann könnte derjenige, der den Schaden hätte, quasi Absolution erteilen, vergeben, die Schuld abnehmen. Der Schuldige könnte das nicht selbst.
Allerdings hat sich so eingebürgert, dass die Bitte um Entschuldigung unterbleibt. Rempeln wir uns an, raunzen wir ‘Tschuldigung (wenn überhaupt) und gehen weiter. Die Bitte, sozusagen entschuldet zu werden, entfällt. Kann man sich also selbst entschulden?
Wie absurd das eigentlich ist, zeigt der Vergleich mit greifbaren Dingen: Hat jemand Schulden bei Anderen, stellt er sich dann hin und verkündet, er entschulde sich, und wäre damit die Sache vom Tisch? Wie praktisch, ich könnte meine Schulden selbst ausgleichen. Oder muss er nicht vielmehr um Entschuldung bitten, dass man ihm also die Schulden erlasse?
Und nun kann schon der Alkohol entschuldigen. Unglaublich.
Alkohol kann eine Erklärung für diese Tat sein, ja.
Aber kann er auch eine Entschuldigung sein?
Nein. Kann er nicht.
tja, das ist schon heftig. Leider ist Entschuldigen nur bei wenigen Menschen möglich. Denn dafür muss man anerkennen, dass man etwas falsch gemacht hat, dass man nicht unfehlbar ist. und das können die wenigsten Menschen zugebe -leider
lg
petra
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